Satsang vom 26.10.13

Die Gewohnheiten zeichnen unser Schicksal.

Säet man einen Gedanken – erntet man ein Wort
Säet man ein Wort - erntet man eine Handlung
Säet man eine Handlung - erntet man eine Gewohnheit
Säet man eine Gewohnheit - erntet man einen Charakter
Säet man ein Charakter - erntet man ein Schicksal

So wie Sie als Mensch sind, alles was Ihre Persönlichkeit ausmacht, wie Sie sprechen und handeln, wie und worüber Sie nachdenken, wurde nicht in einem Leben angeeignet und gefestigt.

Jede Handlung, jeder Gedanke, die zwei, drei oder mehrmals wiederholt wurden, werden zu adat (Gewohnheiten), die man auch nach bestem Willen nur schwer ändern kann. Alles, woran Sie sich gewöhnen und ständig wiederholen, wird eines Tages zum Teil Ihrer Persönlichkeit. Letztendlich erschaffen alle Ihre Gewohnheiten Ihre Zukunft.

Aus diesem Grund ist es wichtig, jedes Mal wenn Sie etwas tun, denken oder sagen, sich zu bemühen gute und nützliche Gewohnheiten zu bilden.

Welche Früchte bringen die Gewohnheiten

Eine Schlechte Gewohnheit – betrügen. Der Mensch hat einmal, zweimal betrogen, dann wird keiner ihm glauben und achten

Die Schwäche zum entgegengesetzten Geschlecht. Man sollte nicht auf jede Frau oder jeden Mann mit Verlangen (Sanskrit: Kam) schauen. Wenn ein Mensch diese Schwäche hat, dann kann er keine ernsthafte Verantwortung übernehmen, er hat keine solche Kraft in seinem Atma, und in jedem Augenblick seines Lebens kann er einen großen Fehler machen.

Die Beziehung zwischen Mann und Frau wurde von Gott für die Vervollkommnung gegeben. Doch heutzutage wurde aus diesen heiligen Verbindungen gewöhnliche Beziehungen, zu einer Art Gewohnheit wie das Stillen von Hunger. Man sollte eine Frau wie eine Mutter, eine Schwester oder eine Tochter betrachten - einen Mann, wie einen Vater, einen Bruder oder Sohn.

Der Mensch, der eine Vorliebe zum Glücksspiel hat, kann eines Tages alles verlieren.


Auch wenn Sie sehr talentiert sind, jedoch eine Schwäche zum Alkohol oder eine andere schlechte Gewohnheit haben, kann Ihnen keine große Arbeit anvertraut werden, weil man sich nicht sicher sein kann, dass Sie alles gut erfüllen werden.


Mit einem negativen Gefühl an andere denken - ist auch eine schlechte Gewohnheit. Sie nehmen das Negative von denen auf sich, über die Sie schlecht denken. Wenn Sie mit schlechten Gedanken eine Handlung beginnen, dann wird es schlechte Früchte bringen.

Eine gute Gewohnheit – diejenigen zu achten, die älter sind als Sie.


Die besten Gewohnheiten – sind Sadhana (geistige Praxis), Jap (das Wiederholen des Mantra), Bhakti (reine Liebe) und Chintan (reines Nachdenken). Mit solchen Gewohnheiten werden Sie immer ein gutes Chintan haben und die schwierigsten Situationen zum eigenen Nutzen wenden.

Wie überwindet man Gewohnheiten.

Das Denken eines erwachsenen Menschen ist schon geformt, es ist schwer etwas in ihm zu verändern – die Gewohnheiten haben sich schon verankert. Es ist einfacher ein Kind etwas lehren, etwas an ihm zu verbessern und ihm gute Fertigkeiten beizubringen.

Manchmal möchte der Mensch etwas sehr in sich verändern, er bemüht sich, doch es gelingt ihm nicht sich von seiner Gewohnheit zu befreien. Und manchmal gefällt einem Menschen die schlechte Gewohnheit, oder er hält sie nicht für schlecht, und deshalb lässt er sie nicht, er möchte sie nicht aufgeben. In diesem Fall muss man gut nachdenken – Atma-Chintan vollziehen: sich gut in seinem Inneren konzentrieren und versuchen zu verstehen, was gut und nützlich für sich und für die Vervollkommnung, für die Seele (Atma) ist. Man sollte sich und den eigenen Verstand mit guten Taten beschäftigen, dann wird es kein Platz für falsche, unnütze Gedanken und Handlungen geben.

Geben Sie sich jeden Tag Mühe, entwurzeln Sie die schlechten Gewohnheiten. Wenn Sie immer wieder daran arbeiten – werden Sie sie überwinden. Wenn Sie das tägliche Chintan zusammen mit dem Wiederholen des Mantra durchführen, dann wird es früher oder später auf jeden Fall gelingen, sie werden sich vervollkommnen. Wenn der Mensch, eine schlechte Gewohnheit besiegt hat, bedeutet das, dass er ein guter Sadhak geworden ist.

Lassen Sie die Gewohnheiten sein, die Sie stören geistige oder materielle Errungenschaften im Leben zu erreichen! Alle können Fehler machen – wiederholen Sie diese nicht immer wieder. Nicht der Mensch besitzt Größe, der niemals Fehler macht, sondern derjenige, der sie schnell versteht und nicht wiederholt.

Das wichtigste ist, wenn Sie sich vervollkommnen, vergessen Sie nicht, dass materielle Dinge immer ihre Zeit haben, die geistigen jedoch sind ewig und haben keinen „Verfallsdatum“.

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